Programm

Freitag 16.09.

Freie Universität Berlin
11.00 – 11.30 Uhr
Begrüßung
11.30 – 12.30 Uhr
Brunch & Sektempfang
12.30 – 13.30 Uhr
SLOT A
Impfskeptiker sind davon überzeugt, dass sie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse beweisen können, dass die Corona-Impfungen wirkungslos und schädlich sind. Sie argumentieren mit Studien, die sie sehr effektiv über neue Medien verbreiten. Rufe nach „mehr Medienkompetenz“ und „scientific literacy“ sind also zu kurz gedacht. Wie kommen die Impfskeptiker zu ihren Überzeugungen?

Feelings and Knowledge have been viewed as separate entities for far too long. Yet there are spaces that add friction to such binary thinking. In domestic care work, emotional expertise plays a key role in the employment process and performed labour. Here, knowing how to care – and, in turn, feeling knowledgable about caring – is essential. For Dian Million (2009), such felt knowledge is as scientifically relevant as seemingly objective knowledge. While famous academics, such as Arlie Russel Hochschild, view emotions in domestic work as means of control and suppression, Millions decolonial approach may offer a more nuanced view on power relations in seemingly powerless situations. This presentation aims to analyze such felt power (Whittaker 2020) by discussion the entanglement between feelings and knowledge in domestic care work. 

Amritsar is a city where the relationship with migration begins before one knows what it means. I looked at my culture and city differently after migrating to a western country. Through this film, I explored the sensory relationship between distance and memory and how they define an immigrant’s migration experience.

Um ein „Tagungstief“ vorzubeugen, haben wir einen Raum eingerichtet, in welchem ihr Pause machen könnt. Hier gibt es die Möglichkeit sich alternativ zum inhaltlichen Programm mit anderen Pausierenden auszutauschen, kurz innezuhalten, Musik zuhören, Kaffee zu trinken oder sich die Thementische anzuschauen. 

13.30 – 14.30 Uhr
SLOT B
Based on ethnographic fieldwork at a branch of the Tafel food bank in Leipzig, this presentation will explore how precarious conditions of life and labour complicate the often taken-for-granted boundaries between givers and receivers in charitable contexts, and ask what possibilities and dangers lie in different  models of food banking.
Der Straßenzeitungsverkauf bietet armutsbetroffenen Personen eine Möglichkeit selbstständig Geld zu erwirtschaften. Insbesondere für Asylsuchende – deren Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt stark eingeschränkt ist – erweist sich das Straßenzeitungsprojekt als ein Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe. Wie sich der Zeitungsverkauf auf die Lebensrealitäten asylsuchender Verkäufer:innen auswirkt und sie in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu „würdigen Armen“ macht, erfährt ihr im Vortrag!

Auf den Bühnen deutschsprachiger Theater werden aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen bereits künstlerisch aufgearbeitet und verhandelt. Wie steht es aber um gesellschaftlich relevante Themen wie Gleichberechtigung, Diversität und Lohngerechtigkeit hinter der Bühne? In meiner Masterforschung habe ich mich eingehend mit Erfahrungen und Zukunftsvisionen von Berufseinsteigerinnen an deutschsprachigen Theatern beschäftigt, die ich euch präsentieren möchte.

Um ein „Tagungstief“ vorzubeugen, haben wir einen Raum eingerichtet, in welchem ihr Pause machen könnt. Hier gibt es die Möglichkeit sich alternativ zum inhaltlichen Programm mit anderen Pausierenden auszutauschen, kurz innezuhalten, Musik zuhören, Kaffee zu trinken oder sich die Thementische anzuschauen. 

14.30 – 15.00 Uhr
Kaffeepause & Snacks
15.00 – 17.00 Uhr
SLOT C

LIVING WATER is an atmospheric journey into the clash between the state of Jordan, agricultural businesses and Wadi Rum indigenous communities over the last abundant source of drinking water.

Fayza Harby-Bemmann is an Egyptian Filmmaker, Visual Anthropologist and Author. Sheholds a Master’s degree in Visual Anthropology and Documentary Practices from the University of Münster. Harby-Bemmann directed
several short films and participated in several film festivals. She also won the Best Visual Effects Award for the 2015 Film “Mural.”

Zzzzzz.... Gute Nacht und bis Morgen!

Samstag 17.09.

Humboldt Universität Berlin
10.00 – 10.30 Uhr
Hallo & Kaffee
10.30 – 11.30 Uhr
SLOT D

Künstliche Intelligenz und Big Data versprechen ein besseres, effizienteres und schöneres Leben oder gar die Überwindung von Krankheit und Tod. Dieses Erlösungsversprechen wird vom festen Glauben an digitale Technologien getrieben, mit dem Ziel, den mangelhaften und unvollkommenen Menschen zu optimieren. In unserer Präsentation fragen wir uns, wie unter dem Deckmantel der Verheissung eines ‘guten’ Lebens die nicht ganz so magischen Realitäten des digitalen Kapitalismus und des Überwachungskapitalismus operieren.

Digitalisierung passiert nicht nur durch High-End-KI, sondern auch auf viel niederschwelligeren Ebenen in unserer Lebenswelt im Studium, in der ethnografischen Forschung, in den Museen und Archiven. Doch wie viel wissen wir eigentlich darüber? Welche Technologien sollten wir kennen und wie funktionieren sie? Was brauchen wir, damit die anthropologische Stimme auch in der Digitalisierung von Kulturdaten Gewicht haben kann? Mein Vortrag versucht ein kritisches und zugleich konstruktives Brainstorming. Für alle, die die Zehen ins IT-Fahrwasser strecken – oder schon viel wissen und diskutieren wollen.

Um ein „Tagungstief“ vorzubeugen, haben wir einen Raum eingerichtet, in welchem ihr Pause machen könnt. Hier gibt es die Möglichkeit sich alternativ zum inhaltlichen Programm mit anderen Pausierenden auszutauschen, kurz innezuhalten, Musik zuhören, Kaffee zu trinken oder sich die Thementische anzuschauen. 

11.30 – 12.30 Uhr
SLOT E
In unseren Beiträgen setzen wir uns anhand konkreter Beispiele der Afrikasammlung des Ethnologischen Museums Berlin mit spezifischen Chancen einer umfassenden Kritik am Kolonialismus und den Realitäten, Machtstrukturen und Herrschaftssystemen, die er bis heute hervorbringt, auseinander. Wir gehen in unseren Arbeiten somit über Fragen der Provenienz und Restitution hinaus. Die zeitgenössische Auseinandersetzung mit Sammlungen aus kolonialen Kontexten verstehen wir nicht bloß als ethische Notwendigkeit, sie hat darüber hinaus das Potenzial, unser Denken radikal infrage zu stellen.
In unseren Beiträgen setzen wir uns anhand konkreter Beispiele der Afrikasammlung des Ethnologischen Museums Berlin mit spezifischen Chancen einer umfassenden Kritik am Kolonialismus und den Realitäten, Machtstrukturen und Herrschaftssystemen, die er bis heute hervorbringt, auseinander. Wir gehen in unseren Arbeiten somit über Fragen der Provenienz und Restitution hinaus. Die zeitgenössische Auseinandersetzung mit Sammlungen aus kolonialen Kontexten verstehen wir nicht bloß als ethische Notwendigkeit, sie hat darüber hinaus das Potenzial, unser Denken radikal infrage zu stellen.
Different versions of the past compete with one another in the urban landscape as groups and individuals strive to inscribe their particular perspectives into public spaces. Researching in Sarajevo as a critical anthropologist, I began to see how “state” institutions, activists, feminist artists, and NGOs engage in radically different commemorative practices that unsettle dominant ethnonationalist narratives.

Um ein „Tagungstief“ vorzubeugen, haben wir einen Raum eingerichtet, in welchem ihr Pause machen könnt. Hier gibt es die Möglichkeit sich alternativ zum inhaltlichen Programm mit anderen Pausierenden auszutauschen, kurz innezuhalten, Musik zuhören, Kaffee zu trinken oder sich die Thementische anzuschauen. 

12.30 – 13.30 Uhr
Mittagspause
13.30 – 14.30 Uhr
SLOT F

In meiner Masterarbeit zum Thema „Home-Learning“ analysiere ich studentische Lern- und Arbeitspraktiken zu Hause. Dabei interessiert mich der studentische Arbeitsalltag sowie die Beschaffenheit der Arbeitsumgebung. Beim Ethnsymposium zeige ich einen zusätzlich entstandenen auto-videographischen Teil, der persönliche Facetten der Home-Learning-Aktivitäten sowie die täglichen Praktiken in häuslichen Lern- und Arbeitssituationen vermitteln soll.

We know that certain issues, like coloniality, intersectionality, and climate change need to be addressed – but is our daily behavior in line with that? In anthropology, we are talking a lot, but not necessarily changing the issues we are discussing. That is why we will dig deeper into the mechanisms of change: How does change work?

Um ein „Tagungstief“ vorzubeugen, haben wir einen Raum eingerichtet, in welchem ihr Pause machen könnt. Hier gibt es die Möglichkeit sich alternativ zum inhaltlichen Programm mit anderen Pausierenden auszutauschen, kurz innezuhalten, Musik zuhören, Kaffee zu trinken oder sich die Thementische anzuschauen. 

14.30 – 15.00 Uhr
Kaffeepause & Snacks
15.00 – 16.00
(G1 – 17.00) Uhr
SLOT G
„Are you interested in doing a simulation of ethnographic fieldwork? Where is the boundary between field-work and play in ethnography? How could ethnographers generate surprising encounters and insights by means of playfulness? Come and play. In this game, you are an ethnographer, doing fieldwork in a city of ghosts.“

Konstanz. Die Studentenstadt am Bodensee ist bekannt für ihre verwinkelten Altstadtgassen, einladenden Uferpromenaden und beeindruckende Landschaft. Jährlich zieht sie tausende Besucher*innen an, denn schon die Google Bilder der Stadt verbreiten – selbst über das Display – Urlaubsstimmung. Doch wie nehmen junge Menschen, die in Konstanz leben, die Stadt wahr?

Im Zentrum des ethnographischen Kurzfilms „Platz“ steht der „Kulturkiosk Schranke“ in Konstanz – ein zentral gelegener Ort an dem sich jung und alt auf Limo und Bier zusammenfinden. Doch wie stehen die Menschen an diesem Treffpunkt zum Thema Arbeit? Der Kurzfilm begleitet Lisa bei ihrer Schicht im Kiosk und fängt Perspektiven von verschiedenen Menschen in Bezug auf das Thema Arbeit ein. 

Um ein „Tagungstief“ vorzubeugen, haben wir einen Raum eingerichtet, in welchem ihr Pause machen könnt. Hier gibt es die Möglichkeit sich alternativ zum inhaltlichen Programm mit anderen Pausierenden auszutauschen, kurz innezuhalten, Musik zuhören, Kaffee zu trinken oder sich die Thementische anzuschauen. 

ab 20.00 Uhr
Tagungsparty
Zzzzzz.... Gute Nacht und bis Morgen!

Sonntag 18.09.

Humboldt Universität Berlin
10.30 – 11.30 Uhr
Auskatern & Brunch
11.30 – 12.30 Uhr
SLOT H
Manuels Vortrag beleuchtet das Vergnügungsviertel St. Pauli in Hamburg als ein historisch-gewachsener, sozio-materieller und stetig ausgehandelter Nachtort. Blickt man in die Vergnügungsgeschichte des urbanen Raumes, so wird deutlich, dass es vor allem Krisengeschichten sind, die ihn und seine Transformationsprozesse seit den 1840er Jahren bis heute auszeichnen. Eine kulturwissenschaftliche Analyse  rekonstruiert nicht nur spezifische Stadt(teil)- und Mikrogeschichte(n), sondern macht darüber hinaus Gewaltformen, Geschlechterordnungen, Vergnügungsverständnisse und ganze Gesellschaftsentwürfe sichtbar.

Die Formulierung der Idee eines perspektivischen Übergangs folgt der Überlegung dazu, wie der Umgang mit Perspektivität im Wechsel zwischen Eigenem und Anderem beziehungsweise zwischen Emik und Etik als methodische Kernkompetenz postmoderner Ethnologie in einem transdisziplinären Sinne für jede Situation intersubjektiven Erkennens, Verstehens und schließlich Aushandelns nutzbar gemacht werden kann. 

Um ein „Tagungstief“ vorzubeugen, haben wir einen Raum eingerichtet, in welchem ihr Pause machen könnt. Hier gibt es die Möglichkeit sich alternativ zum inhaltlichen Programm mit anderen Pausierenden auszutauschen, kurz innezuhalten, Musik zuhören, Kaffee zu trinken oder sich die Thementische anzuschauen. 

12.30 – 13.30 Uhr
SLOT I

Die Westsahara ist ein durch Marokko annektiertes Gebiet in Westafrika, das bald seit 50 Jahren um die Unabhängigkeit kämpft. Der Vortrag „die Lage/r der Geflüchteten“ berichtet über den historischen Konflikt sowie die Situation innerhalb der Geflüchtetenlager in der algerischen Sahara. Begleitet wird der Vortrag durch Aufnahmen, die während einer Sprachreise in das Hauptlager der Westsahara entstanden sind.

Als Ethnolog:innen forschen wir qualitativ. Wir beobachten, hören zu, fühlen mit und treten in Beziehung. Ethnologische Forschung geschieht dabei häufig in Kontexten, die eine emotionale Belastung darstellen können. Dies erlebten ich und meine studentischen Kolleg:innen in einem Forschungsprojekt zu Vulnerabilität in der Corona-Pandemie. Unsere Erfahrung haben wir in einer kollaborativen Autoethnographie reflektiert. Welche emotionalen Herausforderungen kann Forschung bedeuten und wie können wir damit umgehen? Ich werde die Ergebnisse unserer Autoethnographie präsentieren und einen Raum öffnen, in dem wir Erfahrungen, Strukturkritik und Ideen für (Selbst)-Fürsorge in der Forschung austauschen können.
13.30 – 14.00 Uhr
Kaffeepause & Snacks
14.00 – 15.00 Uhr
Verabschiedung und Übergabe
War schön! Bis nächstes Jahr!
en_GBEnglish

Toll, dass du mitmachen willst. Deinen Beitrag schauen wir uns jetz an!

In deinem Mailpostfach liegt bereits eine Bestätigung deiner Anmeldung. Falls du Anmerkungen hast oder etwas an deiner Einreichung verändern willst, bitte antworte auf die besagt Mail.
Wir werden uns spätestens nach dem Ablauf der Deadline bei dir melden um weitere organistorische Schritte mit dir abzurklären.

Bis dahin :)

It worked! Thank you for your registration

Your registration summary has just arrived in your mails. Please do not forget to transfer the participation fee. If you have problems with the transfer, please send us an email. 
We are looking forward to seeing you!